Historie

1894: Die Gründung

Der Name „Brambauer“ wurde erstmals im Jahre 1545 erwähnt. Die Gemeinde Brambauer war im Landkreis Dortumund eingebunden und hatte das Siegel mit dem von rechts nach links laufenden Hasen. Dieses Siegel hatte bis zum Jahre 1928 Gültigkeit. Der Name „Brambauer“ ist von den Worten: „Bram“ = Ginster und „Bauernschaft“ abgeleitet und bedeutet „Ginsterbauernschaft“.
Um etwa 1894 war Brambauer eine Bauernschaft mit 15 Höfen und etwa 700 Einwohnern. Der Grundbesitz befand sich zum größten Teil im Besitz der Bauern, die auch die Gemeindeverwaltung repräsentierten und die Gemeindeangelegenheiten bestimmten.
Zu dieser Zeit gab es in der Gemeinde ein starkes Interesse an der Gründung eines Schützenvereins. Wie groß das Interesse in der Bevölerung war, beweist die große Teilnahme bei der Gründung. Anhand einer aufgefundenen handschriftlich angefertigten Mitgliederliste konnte festgestellt werden, dass von rund 700 Einwohnern nicht weniger als 102 dem Verein angehörten.
Noch im gleichen Jahr wurde das erste Schützenfest auf dem Hof des Landwirtes Brügmann gefeiert. Das Voegelschießen wurde in der nahegelegenen Waldschonung, auf der später der Förderturm der Schachtanlage „Minister Achenbach III“ stand, abgehalten. Die Königswürde errang der Landwirt Heinrich Wiese-Gosselke. Als Heinrich I. erwählte er seine Ehefrau als Luise I.. Das man es schon zur damaliger Zeit verstand, ein zünftiges Schützenfest zu feiern, konnte von einigen Mitgliedern übermittelt werden.
Ein weiteres Schützenfest wurde leider nicht mehr veranstaltet. Als Grund hierfür muss angenommen werden, dass durch die Ansiedlung der Industrie, für die Gemeinde Brambauer und deren Einwohner ganz andere Lebensbedingungen geschaffen wurden. Die Industrialisierung begann mit Riesenschritten durch die Konsolidierung der Steinkohlebergwerke „Friede“ und „Minister Achenbach“, zur Gewerkschaft „Minister Achenbach“.
Der Schacht 1 wurde im Jahre 1897 und der Schacht 11 als Wetterschacht im Jahre 1890 abgetauft. Es erfolgte dann ein laufender Zuzug von erforderlichen Arbeitskräften. durch diese schlagartige Entwicklung änderte sich die Bevölkerungsstruktur und der Schützenverein Brambauer geriet allmählich in Vergessenheit. Ein Teil der Mitglieder schloss sich benachbarten Schützenvereinen an.

1958: Die Wiederbegründung

Die Entwickling ging immer weiter und nach dem Ende des 2.Weltkrieges, als die allgemeine wirtschaftliche Lage sich stabilisierte, entstand in der Bevölkerung ein sehr großes Interesse an der Gründung von Vereinen, die dem Sport, Gesang und anderen Privatinteressen dienten, als Ausgleich zur beruflichen Tätigkeit.
Auch die Wiederbegründung des alten Schützenvereins von 1894 entsprang diesem Wunsch. Einige Bürger taten sich zusammen und luden 46 Personen zur Wiederbegründung am 26. September 1958 in die „Stadtschänke“ in Brambauer ein. Es erschienen 38 interessierte Bürger zu dieser Gründungsversammlung. Als erstes wurde beschlossen, den wiedergegründeten Verein ab sofort „Schützenverein-Brambauer von 1894 e.V.“ zu nennen. Unter den Teilnehmern befand sich auch der Oberbürgermeister der Stadt Lünen, Adolf Stock. der die alte Vereinsfahne, die sich im Archiv der Stadt Lünen befand, an den Versammlungsleiter Richard Prinzler übergab. Auf Antrag des Schützenbruders Günter Lüdeking wurde der Herr Oberbürgermeister als Ehrenmitglied in den Verein aufgenommen. Auch die alte Königskette, die sich noch im Besitz der Witwe Wiese-Gosselke befand, wurde ebenfalls dem Verein zur Verfügung gestellt. Der gewählte Vorstand setzte sich wie folgt zusammen:
Präsident: Richard Prinzler, Stellvertreter: Günter Lüdeking, Kassierer: Fritz Wenzelmann, Geschäftsführer: Helmut Griepenstroh, Schießwart: Aribert Stagnet, 1. Beisitzer: Theo Fels, 2. Beisitzer: Willi Korf, 3. Beisitzer: Rudolf Linn.
Von den 38 Wiederbegründungsmitgliedern sind leider nur noch zwei unter uns, nämlich Ehrenpräsident Hans Simaitis und Georg Stiller. Diese Gründungsmitglieder sind heute noch aktiv im Verein tätig. Wir danken ihnen an dieser Stelle für ihre Treue und langjährige Mitarbeit mit einem herzlichen „Horrido“.
Die Mitgliederzahl wuchs beträchtlich, so dass man verschiedene Kompanien bilden musste. Die 1. Kompanie gründete sich am 19. Dezember 1958 in der „Stadtschänke“ mit dem Kompanieführer Willi Achenbach. Die 2. Kompanie bildete sich dann am 1. November im „Jägerhof“ mit dem Kompanieführer Werner Kremeier.

1959: 1. Schützenfest nach der Wiederbegründung

In der Gründungsversammlung wurde ferner beschlossen, ein Schützenfest zur Wiedergründung zu feiern. Dies wurde dann im Sommer 1959 mit einem Zeltfest auf dem Festplatz Fels durchgeführt. Das Vogelschießen fand an historischer Stelle des ersten Vogelschießens im Jahre 1894, in der Waldschonung, nahe der Schachtanlage „Minister Achenbach III“ statt. Erster Schützenkönig nach der Wiedergründung wurde Alfred I. (Wagner), der sich Karla I. (Kölsch) zur Mitregentin erkor.
Die 3. Kompanie entstand am 1. März 1959 im Lokal „Fels“, mit Kompaniefüher Peter Kölsch. Am gleichen Tage wurde auch die 4. Kompanie im „Taubenhaus“ mit dem Kompanieführer Fritz Wichert gegründet.

1960: Gründung des Spielmannszug und der Sportschützen

Im Jahre 1960 am 23. Februar fand die Gründung des Spielmannzuges unter der Stabführung von Hans Griebe und unter der musikalischen Leitung von Helmut Schneemelcher statt. Den ersten öffentlichen Auftritt gab es dann zum nächsten Schützenfest, das schon im Jahre 1960 durchgeführt wurde. Es war ein toller Erfolg für unser Musikcorps, wie es sich später nannte.
Ebenfalls gründete sich im gleichen Jahr die Schießabteilung. Leider gab es noch keinen vereinseigenen Schießstand, es wurde in den einzelnen Kompanielokalen geschossen. Erst später ergab sich die Möglichkeit in den „Hubertusstuben“ auf dem Zwischenboden einen kleinen Schießstand aufzubauen. Es war ein Anfang, vor allem wichtig für die Jugendlichen, die nun gemeinsam geschult werden konnten. Der Erfolg stellte sich dann auch bei den Wettkämpfen außerhalb des Vereins ein.

1961: Gründung Traditions-Kompanie Brechten

Interessierte Brechtener Bürger taten sich zusammen und gründeten am 05. Mai 1961 die Traditions-Kompanie-Brechten, als 5. Kompanie im Schützenverein Brambauer. Dieses geschah im Lokal „Wolf“, dem letzten Brechtener Schützenkönig. Der Kompanieführer war Josef Engelmeier.[/vc_column_text][vc_text_separator title=“1964: 70 jähriges Bestehen“ title_align=“separator_align_left“ color=“green“][vc_column_text css_animation=“bottom-to-top“]Das Jahr 1964 stand ganz im Zeichen des 70-jährigen Bestehen des Schützenvereins. Umfangreiche Arbeiten waren für die Vorbereitung des Festes erforderlich. Galt es doch unter anderem das in die Obhut genommene Ehrenmal in Brambauer zu renovieren und die Einweihung des restaurierten Ehrenmals beim Jubiläums-Schützenfest vorzunehmen. Für die Renovierung zeigte der Rat der Stadt Lünen ein recht aufgeschlossenes Interesse und stellte dem Verein einen namhaften Betrag zur Verfügung, ohne den die Durchführung des Vorhabens in dem Ausmaße nicht möglich gewesen wäre. Für dieses Entgegenkommen hat die Vereinsführung dem Rat und der Verwaltung der Stadt Lünen ihren Dank ausgesprochen. Durch die Renovierung hatte der Stadtteil Brambauer wieder ein Ehrenmal, das dem würdigen Andenken unserer Toten entspricht.
Auch die 5. Kompanie hat sich in Brechten unter der Leitung des Kompanieführers Josef Hildebrandt mit dem gleichen Problem befasst. Sie nahmen das 100-jährige Ehrenmal in ihre Obhut um es zu restaurieren, ebenfallls mit Spenden der Stadt Dortmund, einzelner Bürger, Vereine und nicht zuletzt aus eigenen Mitteln. Allen Spendern wurde gedankt. Es galt das Motto: „Ein Volk, das seine Toten vergisst, vergisst sich selbst.“ Das Jubiläums-Schützenfest ging mit großem Erfolg über die Bühne. Der goldene Schuss gelang an der Vogelstange dem Schützenbruder Fritz Wenzelmann, der als Fritz I. mit seiner Ehefrau Inge I. für 2 Jahre regierte.
Eine große Verbundenheit besonderer Art entstand mit den Bewohnern des Seniorenwohndorfes der AWO in Brambauer. Bei vielen Feiern und Veranstaltungen ebenso bei Karnevalsfeiern haben unsere Miglieder tatkräftig geholfen. Bei den Weihnachtsfeiern gab es auch viele Kontakte, besonders die Kaiser- und Königspaare pflegten diese Begegnungen, die bis heute noch fortbestehen.

Kontakte sind nach außen hin für jeden Verein ungeheuer wichtig, darum ist der Schützenverein auch Mitglied in der „Gemeinschaft Brambauer Vereine “ geworden. Hier bemüht man sich auch um die Koordienierung aller Veranstaltungen innerhalb unseres Ortsteiles. Die Verbindung zu den Nachbarvereinen wird besonders gepflegt und viele Freundschaften sind die Folge. Ganz besondere Verdienste haben sich aber wiederum die Kaiser- und Königspaare mit ihren Adjutantenpaaren erworben. Auch die Obersten der einzelnen Schützenvereine halten engen Kontakt untereinander und die Arbeit im Schützenkreis Lünen trägt ebenfalls zu bestehenden Freudschaften bei.[/vc_column_text][vc_text_separator title=“1966: Schützenfest“ title_align=“separator_align_left“ color=“green“][vc_column_text css_animation=“bottom-to-top“]Das Schützenfest 1966 brachte dem Verein wieder einen neuen König, es war der Oberst Heinrich Berchem, der als Heinrich I. mit seiner Königin Martha I. Schweigmann für 2 Jahre das Zepter übernahm.

1968: Schützenfest

Beim Schützenfest 1968 ergab sich eine Änderung, denn es konnte wegen Dauerregen nicht im Freien geschossen werden. Daher stellte man eine kleine Vogelstange im Festzelt auf und das Königsschiessen fand dort statt. Der glückliche Gewinner dieses Vogelschießens war Günter II. Erdelbruch mit seiner Königin Ruth I. Simaitis.

1969: 75-jähriges Bestehen

Das 75-jährigen Bestehen des Schützenvereins wurde am 18. Oktober 1969 im Saalbau Schlabs-Paulus gefeiert. Die Anwesenheit von Oberbürgermeister Czerwinski, Oberstadtdirektor Dr. Heuser, Bürgermeister Reinke von Dortmund, eine 20köpfige Delegation der Schießvereinigung Groenlo (Holland) sowie zahlreiche Königspaare und Vorstandsmitglieder der befreundeten Vereine unterstrichen die Bedeutung der Veranstaltung.
Nach der Begrüßung durch den Präsidenten Paul Wiegmann, hielt der Kreisvorsitzende Dr. Wilhelm Bernhard die Festansprache, in der er die Verdienste des rührigen Brambauer Vereins ausdrücklich würdigte. Anschließend weihte Dr. Bernhard die neue Standarte des Spielmannszuges.
Das Königspaar Günter II. und Ruth I. nahmen im Rahmen der Feier verschiedene Beförderungen vor. Zuvor hatte der Spielmannszug eine Probe seines Könnens abgegeben, wobei es für die Kinder im Spielmannszug besonderen Beifall gab. Für die weitere musikalische Unterhaltung sorgte das „Casino Sextett“ aus Dortmund.

1970-1980: Schützenfeste

1970: Schützenfest
Königspaar Helmut I. Brocksiepe und Edeltraud I.

1972: Schützenfest
Königspaar Hermann I. Wippermann mit Friedel I. Deichmann

1974: Schützenfest
Königspaar Dieter I. Bongartz mit Christel I. Wirbeleit

1976: Schützenfest
Königspaar Josef I. Droege mit Anni I. Scheiper

1978: Schützenfest
Erstmalig in der Geschichte des Brambauer Schützenvereines bekam er ein Kaiserpaar, denn Josef I. schoss zum 2.Mal den Vogel ab und damit gab es eine 2.Regentschaft in den Jahren 1978 bis 1980 für Josef I. und Anni I.

1980: Schützenfest
Im Jahre 1980 wurde beim Schützenfest das Kaiserpaar abgelöst, durch Erwin I. Klein und seiner Königin Doris I. Mehlig, die dann bis 1982 das Zepter schwangen.


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